Pressemitteilung

Federvieh im Garten weckt Erinnerungen an Kindheit

Fulda (cif). Der Aufbau des kleinen mobilen Stalles und der umzäunten und mit einem Netz überspannten Ferch auf der Wiese im Garten des Caritas-Altenpflegeheims St. Josef ging ruckzuck, und schon konnten die fünf braunen Hühner ihr Terrain in der Grünoase hinter dem Pflegeheim erkunden.

Huhn geschnapptDie Hühner locken immer wieder Bewohnerinnen und Bewohner in den Garten; an der Ferch die für den Sozialen Dienst zuständigen Josefsheim-Mitarbeiterinnen Klingelhöfer und Fuchs C. Scharf/Caritas FD

Organisiert hatte den Besuch des eifrig pickenden und schnell die Neugierde der Bewohnerinnen und Bewohner des St. Josef erweckenden Bauernhoftiere Beschäftigungstherapeutin Martina Fuchs; Lieferant der mobilen Hühner ist das Unternehmen "Huhnolulu" aus Hofbieber, das Stall und Tiere auf Zeit interessierten Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen oder eben auch Senioreneirichtungen zur Verfügung stellt.

"Wir wollten den Alltag der alten Menschen gerade in diesem durch Corona geprägten oft so angespannten Jahr gerne etwas auflockern und Lebendigkeit hineinbringen", unterstreicht Sozialpädagogin und Bereichsleiterin Ulrike Klingelhöfer. "Diese Hoffnung haben die Hühner voll erfüllt. Viele Bewohnerinnen und Bewohner kommen jetzt gerne in mal den Garten, um nach den Tieren zu schauen. Manche beteiligen sich am Füttern, oder sie schauen in der Stallklappe nach, ob es Eier gibt. Und wer sich nicht ganz herantraut, guckt zumindest gerne von seinem Fenster aus immer wieder mal danach, was die Hühner gerade so tun."

-Die Mutigeren aus dem Josefsheim lassen sich ein Huhn auch schon mal auf den Schoß setzen oder streicheln sie „über den Zaun hinweg“Die Mutigeren aus dem Josefsheim lassen sich ein Huhn auch schon mal auf den Schoß setzen oder streicheln sie „über den Zaun hinweg“C. Scharf/Caritas FD

Die fünf Hühner, die das Rasenstück im Garten gut "beackert" haben und somit dem Pflegeheim auch ein länger währendes Andenken an ihren Aufenthalt bescheren, sind an Menschenhand gewöhnt und lassen sich auch greifen oder streicheln. "Namen haben sie sogar auch", lacht Martina Fuchs. "Zudem ermöglichen sie vielen unserer Bewohner, alte Erinnerungen wach zu rufen, denn viele hatten früher selbst daheim Hühner!"

Ursprünglich wollte das Josefsheim die Hühner in Kooperation mit der benachbarten Kita St. Blasius ordern, so dass auch die Kinder täglich hätten herüberkommen und die Tiere gemeinsam mit den Senioren hätten betreuen können. Wegen Corona kam dies allerdings jetzt nicht in Frage. "Nachdem wir nun schon einmal für uns geübt haben und feststellen, wie gut die Hühner bei den Bewohnerinnen und Bewohnern ankommen," erläutert Martina Fuchs, "hoffen wir, die Aktion im nächsten Jahr mit den Kitakindern zusammen wiederholen zu können".